
Der Musikverein Oythe blickt auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Konzert zurück. In der völlig ausgebuchten Europahalle (Gymnasium Antonianum Vechta) wurde den mehr als 350 Zuschauerinnen und Zuschauern am Samstag (14. Januar) ein abwechslungsreiches Konzertprogramm geboten. Das Publikum belohnte die Darbietung mit Zugaberufen und stehenden Ovationen. Der Vorsitzende des Musikvereins Oythe, Heinrich Windhaus, sprach in der Begrüßung von einem neuen Besucherrekord! Insgesamt waren brachten rund 70 Musikerinnen und Musiker ihr Können auf die Bühne.
Passend zum Motto „Barbie trifft Beethoven mit Pink Panther zum Frühjahrskonzert“ waren Pink und Rosa die beherrschenden Farben des Abends, zumindest in der Deko. Beide Orchester griffen das Thema des Abends auf. Zunächst zeigte das junge Orchester unter der Leitung von Theo Böske und Niko Förster, dass musikalische Qualität nicht immer langjährige Erfahrung braucht. Auch die Nachwuchstalente des Vereins hielten sich an den rosa Faden des Abends. Sowohl bei ihnen, als auch beim Hauptorchester waren Melodien von Beethoven und Barbie zu hören.
Der Abend werde eindrucksvoll beweisen, dass „Musik nicht nur Menschen verbindet, sondern scheinbar auch die Puppenwelt mit geschmeidigen Katzen und berühmte Komponisten,“ sagte Windhaus zur Eröffnung. Mit viel Engagement und Freude hätten die Musikerinnen und Musiker in den vergangenen Wochen geprobt, um ein abwechslungsreiches Programm zu präsentieren. Sollte mal ein falscher Ton erklingen, stellte Windhaus schmunzelnd fest, gehöre das dazu. Schließlich „ist das Live-Musik und künstlerische Freiheit!“













Inzwischen hat sich in Oythe eine beliebte Tradition etabliert: Statt eines einzelnen Moderators, der durch das Programm führt, übernehmen die Mitglieder selbst die Einleitungen zu den Hits des Abends. Novum in 2026: Erstmals füllte auch das junge Orchester die Rolle aus. Zu den jüngsten Moderatorinnen des Abends zählten Carla und Emmi, sie sind 10 und 11 Jahre alt. Ausgerüstet mit Barbie und Ken kündigten sie die Zugabe an: Barbie Girl.
Schlagzeuger Julian führte das Publikum in einen der Lieblingstitel des Hauptorchesters ein. Da er in den 80ern noch nicht mal geplant gewesen sei, solle er eines der besten Jahrzehnte überhaupt verpasst haben, berichtete der 15-jährige. „Angeblich liefen diese Hits damals auf sogenannten Kassetten. Die man mit dem Bleistift zurückdrehen musste,“ das sei doch zu unpraktisch, meinte er. „Da könne man doch besser dem Musikverein zuhören!“ Die 80er Kult-Tour war nur eins von zwölf Stücken auf der Setlist, die unter Leitung von Niko Förster präsentiert wurden. Auf den festlichen Konzertmarsch Washington-Post folgte die Ode an die Freude in einem Arrangement von Albert Loritz. Weiter ging es mit dem Musical-Hit „Jesus Christ Superstar“, an den sich Jacob de Haans „La Storia“ anschloss. Noch vor der Pause präsentierten die Oyther mit dem „Pink Panther Theme“ einen weiteren Grund, warum das Frühjahrskonzert auffällig Pink gestaltet war.
Nach der Pause entführten sie melodiös nach Pasadena in Californien, besuchten Barbies World und gaben dem jubelnden Publikum dann einen Eindruck davon, warum Sir Elton John zu den größten Stars seiner Zeit gehört. Ein echter Knaller war auch das letzte Stück. „Wir liefern den Stadionsound – und sie sorgen für die Arenastimmung,“ vereinbarte Moderatorin Kristina mit dem Publikum. Beim Bon-Jovi-Medley leisteten die Holzbläserinnen und Holzbläser Hochleistungssport. Mitsingen, klatschen und brüllen sei jederzeit erlaubt.
Johannes Hörnemann