„So sehen wir Oythe und die Menschen hören uns“


Posted on Juli 12th, by Johannes Hörnemann in Allgemein. Kommentare deaktiviert für „So sehen wir Oythe und die Menschen hören uns“

„So sehen wir Oythe und die Menschen hören uns“

Musikverein Oythe e.V. macht Outdoor-Probentournee

echta, 12.07.; Soweit nichts Neues. Die Coronapandemie prägt den Alltag des Musikvereins Oythe seit nunmehr siebzehn Monaten. Seitdem haben die rd. 40 Aktiven dann, wenn es möglich war, an ganz verschiedenen Orten geprobt. Viele Proben fanden in Gärten der Mitglieder statt. Musik gemacht wurde auf der Tribüne des Stadions „An der Hasenweide“ oder in der Reithalle auf dem Hof Rötepohl. Dankbar sind die Musikanten auch für das Foyer der Ludgerus-Schule als Probenort, besonders dann, wenn es draußen dunkel, kalt und nass ist.

Diese alternativen Probenorte wählten die Oyther vor allem aus, weil der Probenraum, die „Aiter Musikwarkstae“, im katholischen Pfarrheim Oythe, nicht genug Platz und Luft bietet, um in der Coronazeit sicher proben zu können. Da brauchte es schnell gute Lösungen. Alle Projekte, um auch im Lockdown musikalisches Vereinsleben zu pflegen, ersetzten keine gemeinsame echte Probe, bestätigen viele Vereinsmitglieder.

„Es gefällt uns richtig gut, an wechselnden Orten zu üben. Deshalb möchten wir im Sommer -ganz freiwillig- noch häufiger mit Sack und Pack von Ort zu Ort ziehen“, erklärt Heinrich Windhaus, der Vorsitzende des Vereins, die jüngsten Pläne der Oyther Musiker. Jeden Montagabend werden seit vier Wochen immer an einem anderen Ort die Notenständer ausgepackt und der gemeinsame Takt gesucht. „Mit unserer Probentournee erfüllen wir gleich mehrere Vorhaben“, berichtet Ulrich Wichmann, Geschäftsführer des Vereins und Organisator der Outdoorproben. Der Verein könne proben, das sei besonders nach dem langen Lockdown wichtig und notwendig. „Und so sehen wir viel von unserer Heimat und vor allem können die Menschen in Oythe uns sehen und hören“, kündigt der Tubist mit großer Vorfreude an.

„Wir gehören zu Oythe, seit inzwischen 40 Jahren“, erklärt Wichmann. „Und natürlich machen wir am liebsten gemeinsam, live und für andere Musik“, betonte er. Schon 2019 hätte der Verein Freunde und Interessierte zu einer offenen Probe eingeladen. Damals noch ohne Corona, in den Garten des Kindergartens St. Marien Oythe. „Die Erfahrungen waren super“, erzählt Windhaus. Natürlich seien es reguläre Übungseinheiten. Es komme alles vor, was zu einer Probe dazu gehört und was man bei echten Auftritten möglichst vermeidet. „Mitunter sehen wir damit Stücke vor Publikum zum ersten Mal“, gibt der Trompeter zu. Es gäbe falsche Töne, rhythmische Herausforderungen oder Momente der Notensuche. „Das ist ganz egal. Wir können proben und Musik machen. Die Leute, die uns hören, freuen sich. Was wollen wir mehr?“

In den nächsten Wochen werden noch weitere Orte angesteuert. Auf dem Spielplatz in Telbrake, am Dorftreff in Holzhausen, war das Orchester schon, oder am vergangenen Montag (12.07.) in der Sackgasse Bei Kallagen Hof. Auf jede Probe mit Zuhörern folgten weitere Einladungen, berichten die Vereinsmitglieder.

Johannes Hörnemann





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